
Nachdem das “Zune” Projekt von Microsoft mit wenig Erfolg gesegnet war, versucht die Firma nun erneut in der Musikbranche Fuß zu fassen und seine Konkurrenten Apple und Google auf diesem profitreichen Gebiet einzuholen. Dieses Mal setzt das Unternehmen auf seine zwei stärksten Waffen: Windows und die Xbox.
Die neue Xbox Music ist nun seit Oktober 2012 auf dem Markt. Sie erlaubt es Nutzern, auf jedem beliebigen Tablet, Notebook oder Computer mit dem neuen Windows Betriebssystem, auf Smartphones mit Windows Phone, sowie auf jeder Xbox 360 Konsole Musik zu hören. Insgesamt stehen im Moment dreißig Millionen Songs zu Verfügung. Bislang gibt es noch keine Einschränkungen dafür, wie viel gestreamt werden darf, aber das kann sich noch ändern. Das Hauptangebot ist kostenlos für den Kunden und wird über Werbung finanziert. Das Premium Packet wurde noch nicht veröffentlicht, soll aber für 9,99 Euro ähnliche Services wie Spotify bieten.
Wie wichtig es Microsoft war, sich im Musik Markt zu etablieren, merkt man daran, dass sie die Xbox Music in das Windows 8 mit eingebunden und somit jedem Windows 8 Nutzer automatischen Zugang dazu verschafft haben. Doch die digitale Musikbranche ist ein harter Markt. Microsoft muss sich nicht nur gegen große Konkurrenten wie Google und Apple, sondern auch gegen eine Vielzahl kleiner unabhängiger Musikanbieter durchsetzen.
Das muss nicht unbedingt ein Problem für Microsoft darstellen. Die meisten User bedienen sich ohnehin mehrerer Services, um Musik zu hören. Microsoft hat daher durchaus eine Chance, in den Markt einzusteigen und bemüht sich, nach eigenen Angaben, mit der Xbox Music ein Kompaktangebot zu schaffen.
Das Kompaktangebot besteht darin, verschiedene Services über eine einzige Plattform zu leiten. So kann man Songs kaufen, Radio hören oder, nach einem ähnlichen Prinzip wie Spotify, kostenlos Musik auf dem eigenen Computer hören. Auf diese Weise bricht Microsoft mit seiner Tradition, Software nur für firmeninterne Produkte zu entwickeln. Das Unternehmen hat angekündigt, bald auch eine Version der Xbox Music für Android Smartphones von Google und iOS Geräte von Apple auf den Markt zu bringen.
Bildquelle:
Pop Culture Geek

Viel Neues im Jahr 2013. Über 300 neue Tracks warten darauf von Euch gehört zu werden. 300 neue Tracks von: Coldplay, Mecano, James Blunt, Michael Jackson, The Notwist, Marla Glen, Rozorlight, Yusuf, Monrose, Kerstin Freking, Madonna, Naked Lunch, U2, Tracy Chapman, Beach Boys, David Bowie, OMD, Janis Joplin, Moby, Thunderclap Newman, Beatles, Mamas & The Papas, Cat Stevens, Status Quo, Dario G, Robert Miles, Faithless, OPM, Sunrise Avenue, Bjork, Jimi Hering, Die Fantastischen Vier, Republica, Culcha Candela, Roxette, Queen, Blumfeld, Soul Asylum, Genesis, Interpol, Peter Fox, Gabriella Cilmi, Prince, The Housemartins, DJ Sakin & Friends, Bell Book & Candle, Tocotronic, Cassandra Steen, Pink, Samy Deluxe, Blur, Juanes, Spider Murphy Gang, Carole King, Rolling Stones, Dune, U96, RMB, Members of Mayday, Phil Fuldner, LDC, Rammstein, Blank & Jones, Die Ärzte, Kai Tracid, Placebo, The Dust Brothers, Marilyn Manson, Bushido, Trace, Incubus, Jam & Spoon, Thomas D, Jimi Tenor, Tears for Fears, David Bowie, Die Firma, Royksopp, Natalie Imbruglia und viele viele mehr.

Vor ein paar Tagen haben wir einen Brief aus Redmond erhalten. Inhalt: Ein Vertrag mit der Microsoft Corporation.
Es wird Morgen ist jetzt Teil des Microsoft Windows Media Guide.
Und als besondere Überraschung sind wir sogar der Tipp der Redaktion \o/

Wer Es wird Morgen auch auf seiner Website oder Blog unterstützten möchte kann dies nun mit ein paar schmucken Bannern tun. Einfach den Code unterhalb des Banners kopieren und ab damit in den Quelltext Deiner Seite, Deines Blogs.
Direkt zu den Bannern.
Wer damit Probleme hat, kann sich gerne unter radio@es-wird-morgen.de bei uns melden, unsere Nerds helfen weiter!
Die Verwendung der Banner ist übrigens komplett kostenfrei, wie das komplette Angebot von Es wird Morgen.

Jeder Musikliebhaber ist sich sicherlich der momentanen Probleme der Musikindustrie bewusst. Illegale Downloads, sinkende Verkaufszahlen… in manchen Häusern kann man nicht einmal mehr eine Plattensammlung in den Regalen finden. Unsere Plattensammlung kann vielleicht zehn mal größer sein als die unserer Eltern, dafür ist sie jetzt versteckt auf einem kleinen Tablet-PC oder auf der Festplatte unseres Laptops zu finden. Manche von uns besitzen nicht einmal mehr eine direkte Kopie der Musik, sondern hören die Musik online auf zum Beispiel Spotify – entweder zu Hause auf dem Computer, oder auch unterwegs auf Handy und Tablet-PC. Es scheint als läge die Zukunft der Musikindustrie in der digitalen Welt. Die Frage für Musiker ist also nicht mehr “Wie kann ich meine CD in die Läden bringen?”, sondern “Wie veröffentliche ich meine Musik auf iTunes und Spotify?”
Zuallererst wäre zu erwähnen, dass es unmöglich ist, seine Musik selbstständig auf iTunes oder Spotify zu veröffentlichen. Da es zu viele Musiker gibt, die ihre Musik gehört haben wollen, arbeiten beide Systeme nur mit etablierten Plattenfirmen und Verteilern. Glücklicherweise gibt es jedoch viele Verteiler, die sich speziell auf Künstler ohne Plattenvertrag konzentrieren. Für eine kleine Gebühr stellen sie sicher, dass deine Musik vorteilhaft platziert wird. CDBaby und TuneCore sind die bekanntesten amerikanischen Verteiler: CDBaby zum Beispiel verlangt eine einmalige Gebühr von $49 pro Album und behält 9% des Einkommens durch Verkäufe ein. TuneCore hingegen spezialisiert sich auf die digitale Verbreitung deiner Musik. Beide Verteiler sind hoch angesehen bei Musikern und der Musikindustrie; deutsche Varianten sind New Music Distribution und Feiyr.
Bevor du jedoch dein Album vertreiben kannst, hast du noch weitere Schritte vor dir neben des Aufnehmens der Musik. Du benötigst ein Cover Artwork, selbst für eine digitale Veröffentlichung. Die meisten Verteiler können sich darum kümmern, aber natürlich wirkt es besser, wenn du selbst ein Cover auswählst, welches zu deiner Musik passt. Wahrscheinlich noch wichtiger ist es, dass du die Metadaten deiner Songs selbst verwaltest. Damit kannst du sicherstellen, dass dein Künstlername und deine Songtitel auch bei einer Suche oder einer Wiedergabe deiner Musik gefunden werden. Du kannst die Metadaten durch Online-Datenbanken wie Gracenote freigeben und einfach die Information über iTunes aktualisieren.
Um zudem den kommerziellen Standards zu folgen benötigt dein Song eine zwölfstellige internationale, digitale Kennung (ISRC). Dieser Barcode ermöglicht es dir, deine Tantiemen zu erhalten und auch deine Tracks ist dir eindeutig zu zuordnen. Die ISRC Nummer erhältst du über den Erwerb eines Erstinhaberschlüssel vom Bundesverband Musikindustrie e.V. Dabei entfällt eine einmalige Gebühr von 250 € inklusive Mehrwertsteuer. Danach fallen keine Gebühren mehr an.
Desweiteren solltest du bedenken, dass du nun mit etablierten Künstlern konkurrierst und den
gleichen Regeln folgen musst. Du hast die gleiche Chance für eine Verbreitung deiner Musik und wirst dementsprechend auch bewertet. Verwende also kein unfertiges Demo, sondern eine durchdachte aufgenommene Studioversion. Wenn die Qualität deines Albums unter dem gängigen Standard liegt, benachteiligst du dich selbst unnötig.
Die Vorteile der Verbreitung deiner Musik auf iTunes und Spotify scheinen offensichtlich. Eine potentielle Hörerschaft von Millionen von Menschen kann für neue Fans, mehr Konzerte, und vielleicht sogar einen Plattenvertrag und ein finanzielles Einkommen sorgen. Heutzutage scheinen dir unzählige Möglichkeiten offenzustehen und du kannst verschiedenste Hörerschaften mit nur wenigen IT- und Laptop-Kenntnissen erreichen. iTunes und Spotify sind Instrumente, die du zu deinem Vorteil nutzen kannst – als Hörer und Musiker. Andere Webseiten wie Soundcloud und Bandcamp stellen andere Musikverteiber-Modelle dar, können aber genauso erfolgreich verwendet werden. Unterschätze nicht den Wert guter Werbung: wenn niemand weiß, dass deine Musik existiert, wird sie auch niemand kaufen. Und auch wenn Pessimisten es vielleicht nicht zugeben möchten: es geht immer noch um die Musik! Umfangreiche Werbung und große Plattenfirmen können einen Musiker nur soweit bringen – am Ende ist es immer noch die Musik, für die du und ich unser Geld ausgeben.

Risiken
Das Radio, genau wie das Fernsehen, die Zeitung und andere herkömmliche Medien werden zunehmend von neuen Medienformaten verdrängt. Wofür braucht man das Radio noch, wenn man auf dem MP3 Player oder jeglichem Smartphone und Tablet-PC eine personalisierte Musikliste hören kann? Warum noch Nachrichten auf dem Radio hören, wenn man sich die News auch auf dem Tablet-PC oder E-Reader bequem zu jeder Zeit anschauen oder sich auf Podcasts spezialisieren kann? Heutzutage steht das Radio in direkter Konkurrenz mit jedem Internet-fähigen Gerät. Die neuen Medien bringen das Radio schon seit einiger Zeit in Bedrängnis und die meisten Radiosender sind Kommentator Michael Praetorius zufolge überraschend schlecht auf diese Entwicklung vorbereitet. Die Sender müssten ihre Websites aufbessern und den Hörern mehr relevante Online-Angebote zu Verfügung stellen, denn ein “Distributionsmonopol” wäre schon längst verloren. Als Webradio hat Es wird Morgen natürlich schon den Sprung in die digitale Welt geschafft, doch wie sieht es generell mit der Zukunft des deutschen Radios aus?
Chancen für das Radio …
… auf dem Online Markt
Dass es innovative Möglichkeiten gibt, das Radio am Leben zu erhalten, zeigen Programme wie Rdio und Spotify. Spotify wurde 2006 in Schweden gegründet und bietet seinen Mitgliedern inzwischen 15 Millionen Songs kostenfrei (mit Werbeclips) an. Praetorius’s Kollege Daniel Fiene sieht großes Potential in diesem Service wenn er mit dem Radio kombiniert wird. Er denkt an eine Kombination von moderiertem und personalisiertem Radio: über Spotify könnte man individualisierte Musik mit herkömmlichen Nachrichtenbeiträgen und Kommentaren von Radiosendern verbinden, um dem Hörer das Beste von beidem zu bieten. Praetorius wies auf den RadioDays Europe in Barcelona auf Funktionen wie OpenGraph von Facebook hin, das diese Kombination bereits ermöglicht.
… auf lokaler Ebene
Auf lokaler Ebene hat aber auch das herkömmliche Radio durchaus noch eine Zukunft. Lokale Sender sind mit Angeboten wie relevanten Lokalnachrichten und Kommentaren noch für Hörer interessant, da diese Informationen nicht so leicht im Netz zu finden sind. Außerdem könnte die Entwicklung hin zum online Hören von Musik eine Chance für Nischensender sein. Wenn die bekannten Lieder der aktuellen Hitparade für jeden im Netz verfügbar sind, werden große breit-angelegte Sender auf Dauer nicht mehr konkurrenzfähig sein und vielleicht Sendefrequenzen für kleinere Sender frei machen. Ein gutes Konzept für keine Sender ist es, sich zu “Spezialsender” zu entwickeln. Sie können sich auf eine Musikrichtung oder ein Themengebiet konzentrieren und somit Marktlücken für individuelle Interessen füllen, die von den großen Sendern im Moment kaum beachtet werden.
Die Digitalisierung der Radiowelt birgt also nicht nur Risiken, sondern auch weiterhin Chancen für eine weitere Demokratisierung und Individualisierung der verfügbaren Angebote.
Bildquelle:
Wikipedia – Stefan Kühn // Lizenz: creative commons 3.0

Ein kleiner Relaunch von Es wird Morgen Eurem Lieblings-Webradio
… ist soeben Online gegangen. Inklusive einiger schicker Social-Media Links, dort verbirgt sich zwar noch relativ wenig aber liken kann man es ja trotzdem mal.
An den Playlisten doktern wir auch ständig rum. Wer Anregungen hat bitte gerne an radio@es-wird-morgen.de Danke.

Euer Lieblings-Webradio ist jetzt auch bei iTunes zu finden.
Und zwar unter: iTunes » Radio » International/World » laut.fm/eswirdmorgen
iTunes ist ein Multimedia-Verwaltungsprogramm von Apple zum Abspielen, Konvertieren, Brennen, Organisieren und Kaufen von Musik, Hörbüchern, Podcasts, Filmen, iPod-, iPhone- und iPad-Apps. Es kann die Inhalte angeschlossener iPods, iPads und iPhones verwalten. iTunes wird aktuell für die Plattformen Mac OS X, Windows XP, Windows Vista und Windows 7 weiterentwickelt.

Dank dem Eintrag bei reciva.com findet man Es wird Morgen jetzt auch auf Stand-Alone Internetradios.
Diese Geräte kosten rund 100euro, z.b. im eleganten HiFi-Design LAN/ WLAN Design von VR-Radio, oder das IR100 im Cube-Design von Hama oder die Logitech Squeezebox.

Hier wie versprochen die Playliste zu unser Spezialsendung zum 11.September:
Hier noch einige Informationen zum Thema
Webradio
Webradio
Selbst der Volksempfänger, der das Radio in Deutschland im letzten Jahrhundert eigentlich erst so richtig verbreitet hat, ist ein Waisenknabe gegen das Webradio, also das Radio über das Internet. Auf einmal ist das Radio wirklich überall - und kann sogar ganz ohne speziellen Radioapparat empfangen werden, einfach nur durch einen Computer mit Internetzugang, wie er inzwischen in fast allen Haushalten steht. Wobei das Radio direkt über das Internet, das eigentliche Webradio, nur eine der zwei Möglichkeiten ist, das weltweite Netz für die Übertragung von Radiosendungen mit Musik und Informationen zu nutzen. Neben Musik hören und den Informationen folgen direkt im Internet, entweder unmittelbar über eine bestimmte Webseite oder aber über eine spezielle Software auf dem Computer, gibt es auch die Möglichkeit, die Internet Radiosender in einem ganz normalen Radiogerät zu empfangen. Das heißt, so ein ganz normales Radiogerät ist es natürlich nicht - er hat schon so seine Besonderheiten, der Apparat, mit dem man a uch Online Radio empfangen kann und nicht nur UKW. Entweder per LAN, also per Kabel, oder aber drahtlos per WLAN müssen diese modernen Radios natürlich in der Lage sein, Datenpakete über das Internet zu empfangen, also online zu gehen. Es sind also ganz moderne Geräte, kleine Technikpakete, die man als Online Radio Apparat zu kaufen bekommt. Interessanterweise sind die meisten dieser Geräte aber im perfekten Retro Stil gestaltet, wirken also oft ziemlich altmodisch vom Aussehen her. Ob das ein gewollter Widerspruch ist? Oder ist das Retro Design ganz einfach Mode für Radios, ganz gleich, woher sie ihre Informationen und ihre Musik beziehen?
Online Radio
Die Geschichte des Hörfunks hat erst Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen. Damals hätte man es sich bestimmt niemals träumen lassen, dass nur etwa knapp 100 Jahre später das Internetradio diese Erfindung revolutioniert. Bedenkt man einmal, wie lange die Kupferdrähte waren, die damals als Antennen für den Empfang ausgelegt werden mussten, und zwar selbst und mühsam, mit der Hand, erkennt man sofort einen der größten Vorteile vom Online Radio - da läuft alles kabellos. Zumindest wenn das Online Radio kabellos online gehen kann, also per WLAN. Das bedeutet endlich das Ende des Kabelsalats für das Radiohören. Weder braucht man eine Dachantenne, noch eine Außenantenne, und selbst eine Zimmerantenne ist überflüssig. Das alleine spart schon viel Platz, denn wo man keine Antenne braucht, braucht man auch keine Kabel als Verbindung. Eigentlich war die Entwicklung so gedacht, dass man vom alten analogen Radio langsam auf das digitale Radio umstellt. Die digitale Übertragung ist nicht solchen Schwankungen und Verzerr ungen ausgesetzt und sorgt somit für einen gleichbleibenden Hörgenuss. Aber dann hat das Internetradio dem digitalen Radio ganz schnell den Rang abgelaufen. Beim Online Radio wird natürlich auch alles digital übertragen, aber eben über das Internet. Dabei muss man die verschiedenen Sender beim Internetradio allerdings nicht zwingend im Browser aufrufen und dieses die ganze Zeit offen halten. Man kann auch entweder ein entsprechend zusätzlich für WLAN oder LAN ausgestattetes digitales Radiogerät dafür nehmen, oder aber eine spezielle Software. Deren oft kleines Fenster ist unauffälliger als ein Browserfenster und lässt sich in aller Regel so komfortabel bedienen wie ein normaler Medienplayer.
Internetradio
Es gibt zwei Dinge, die darf man nicht miteinander verwechseln; und das ist das Internetradio, und das digitale Radio. Die beiden Dinge haben zwar einiges miteinander zu tun, aber sie sind ganz und gar nicht dasselbe. Drücken wir es einmal so aus: Das Online Liveradio per Internet ist digitales Radio. Aber nicht jedes digitale Radio ist auch ein Internetradio! Das digitale Radio steht im Gegensatz um analogen Radio. Dabei geht es einfach über die Übertragungsformen von Musik und gesprochenem Wort für den Rundfunk. Beim analogen Radio, das so langsam nicht nur unmodern geworden ist, sondern mehr und mehr überhaupt nicht mehr existiert, werden die Töne über Frequenzen wie UKW übertragen, wo es zu großen Schwankungen kommen kann. Beim digitalen Radio hingegen wird eine digitale Übertragungsform - 1 und 0 - verwendet. Es verwundert sicher keinen, dass die digitale Übertragung erheblich klarer und genauer und weniger leicht verzerrt ist. Wie das analoge Radio auch, wird auch das digitale mit einem speziellen Ra diogerät empfangen; allerdings erfordert das digitale Radio ein spezielles Gerät. Mit den alten Radiogeräten kann man digitales Radio wegen der völlig unterschiedlichen Übertragungsart nicht empfangen. Viele dieser modernen Geräte speziell für das digitale Radio können auch das Liveradio per Internet empfangen. Schließlich ist die Übertragungsform dieselbe, sie ist digital. Das Einzige, was es dann für das Internetradio noch braucht, ist die Möglichkeit, ins Internet zu gehen, und das ist mit einem Access Point für WLAN auch schnell erledigt, oder mit einer Buchse für das Internet per Kabel. Das Internetradio kann aber auch ohne ein solches Gerät als Liveradio direkt im Internet oder über eine spezielle Software empfangen werden.
Liveradio
Der Begriff Liveradio ist eigentlich für die meisten Sender ein sogenannter Pleonasmus, also sozusagen "doppelt gemoppelt", wie der berühmte schwarze Panther oder der weiße Schimmel. Inzwischen läuft bei den meisten Radiosendern das Programm live über den Äther. Die Ansagen der Sprecher, die Nachrichten, die Verkehrsmeldungen, die Interviews, die Anrufe der Hörer - alles das wird live ausgestrahlt und geschieht in genau dem Augenblick, in dem ich es im Radio höre. Zumindest gilt das, was das gesprochene Wort betrifft. Die Musik, die bei so gut wie keinem Radiosender fehlen darf, kommt ja dann oft genug doch vom Band, respektive von einer Festplatte oder einem anderen modernen Speichermedium. Und das ist doch eigentlich nicht im direkten Sinn live, oder? Von daher könnte man sich schon fast wieder darum streiten, ob das Liveradio wirklich live ist. Allerdings wird dieser Begriff heutzutage auch nicht als Gegensatz für eine früher aufgenommene Sendung benutzt, die dann zu einem späteren Zeitpunkt gesendet, a so ausgestrahlt ist. Gerade weil das Radio vorwiegend tatsächlich in Echtzeit übertragen wird, ist das fast kein richtiges Unterscheidungsmerkmal mehr. Heutzutage denkt man, wenn man Live Radio hört, deshalb mehr und mehr an das Radio per Streaming über das Internet. Dabei ist der Begriff Live nicht der Gegensatz von zeitversetzter Ausstrahlung, sondern einfach ein Ausdruck dafür, dass dieser Radiosender über das Internet per Stream ausgestrahlt wird, und was ist wohl so live wie das Internet? Gerade dieser Begriff des Liveradios ist ein perfektes Beispiel dafür, wie erst über den Kontext die wahre Bedeutung eines Wortes erfasst wird.
Stream
Wörtlich übersetzt heißt Stream nichts anderes als Strom; und um ein Strömen geht es auch, wenn man den Begriff technisch versteht. Das sogenannte Streaming ist nichts anderes als ein Ausdruck für das Strömen von Datenflüssen, wie wir es beispielsweise beim Webradio erleben. Ein Webradio ist, das wissen wir heutzutage ja alle, ein Internet basiertes Radio. Dabei handelt es sich um über das Internet übermitteltes digitales Radio. Aber auch dieses Radio, das über das Web verbreitet wird, muss ja irgendwie beim Hörer ankommen. Und das geschieht per Live Stream, und zwar ganz gleich, ob jemand das Webradio direkt im Browser auf einer Internetseite verfolgt, dafür eine spezielle Software installiert hat, oder aber ein digitales Radiogerät mit der Möglichkeit besitzt, damit online gehen zu können, und zwar entweder per Kabel oder per WLAN, also per Funk. In aller Kürze beschreiben könnte man den Stream als die Live Übertragung von Daten in Echtzeit. Damit die Datenmengen geringer sind, die nun per Streaming über tragen werden, werden die Audiodaten dabei komprimiert. Auf diese Weise können auch Hörer ohne schnelles DSL ohne Probleme Online Radio empfangen. Diese Komprimierung bedeutet aber natürlich eine gewisse Fehleranfälligkeit und die Gefahr von Datenverlusten, aber die heutige Technik ist weit genug, dass sich diese in aller Regel im kaum merkbaren Rahmen halten. Diese Komprimierung geschieht auf der Seite des Radiosenders, also serverseitig. Beim Hörer müssen diese komprimierten Daten dann wieder dekomprimiert werden. Dafür sind die sogenannten Streaming Clients verantwortlich. Diese können in Form von einer speziellen Software daherkommen, aber auch als Hardwarelösungen in Form von speziellen Radiogeräten. Neben diesem Live Stream gibt es allerdings auch noch die Möglichkeit, die Inhalte beim Webradio einfach über die normalen Datenübertragungsprotokolle http oder FTP zum Hörer zu bringen.